Zahnen

Alle Babys müssen da durch – durch die Zeit des Zahnens. Manchen Kindern merkt man nicht viel an – währenddem andere ziemlich leiden. 

Mit Hilfe der Homöopathie können Zahnungsbeschwerden in der Regel relativ leicht gelindert werden. Oft braucht es aber noch nicht mal den Homöopathen, denn in vielen Fällen helfen auch schon einfache Hausmittel. 

Wenn auch Kinder in der Regel während des Zahnens gerne auf etwas herumkauen, ist es wichtig zu beachten, dass nicht jedem Baby notwendigerweise auch dasselbe gut tut. Hier gilt es auszuprobieren und herauszufinden, was dem betreffenden Kind hilft. 

Etwas zum Kauen

Die allermeisten Babys haben während der Zahnungsphase das Bedürfnis auf möglichst allem rumzukauen. Dies kann mit geeigneten Gegenständen unterstützt werden. Beliebt ist oft etwas Kühles, weil dies die Entzündung des Zahnfleisches lindern kann. Manche Kleinen bevorzugen aber stattdessen manchmal auch Wärme. Dies kann angeboten, ausprobiert und beobachtet werden. 

Besonders eignen sich zum Beispiel: 

  • Ein nasser Waschlappen mit kaltem Wasser oder auch Kamillentee oder Salbeitee. 
    • Oder eben, je nachdem, auch mal mit warmem Wasser oder Tee. 
  • Beissring oder Nuggi aus dem Kühlschrank
    • alternativ im Wasserbad erwärmt
  • Veilchenwurzel
  • Oder, wenn das Kind schon gross genug dafür ist und essen darf, kann auch 
    • ein Stück hartes Brot, 
    • eine Karotte
    • oder ein Apfelschnitz aus dem Kühlschrank gute Soforthilfe leisten.  
    • Im Sommer kann ein selbstgemachtes Eis aus Fruchtpüree den Gaumen angenehm kühlen. 

Unterlage aus Schafwolle oder Hirsespreu

Ein Kissen aus Schafwolle oder Hirsen hat die Eigenschaft Spannungen aufzunehmen und dadurch beruhigend und schmerzlindernd zu wirken. Damit es aber auch bequem und ungefährlich ist, sollte es möglichst flach sein. Ein Lammfell hat die gleiche Wirkung. 

Kamillenblüten- oder Salbeitee

Kamillen- oder auch Salbeitee, natürlich ohne Zucker, wirkt beim Trinken antientzündlich und schmerzstillend. 

Allerdings sollte grundsätzlich kein Tee regelmässig über allzu lange Zeit eingenommen werden. Wenn das Kind nicht akut zahnt, wechseln Sie mal das Aroma oder geben Sie Wasser. 

Bernsteinkette

Eine Bernsteinkette kann ebenfalls ausprobiert werden. Viele Eltern schwören darauf. Während einige Kinder auch sehr positiv darauf zu reagieren scheinen, ändert sich bei anderen nicht viel. Wahrscheinlich fehlt uns hier noch eine Menge Wissen. 

Stillen, Tragen – oder auch Ruhe

Viele Kinder haben in dieser Zeit ein erhöhtes Bedürfnis nach Nähe. Wenn Sie noch stillen, stillen Sie ruhig bei Bedarf wieder etwas mehr, die körperliche Nähe (und auch die Ruhe der Mutter) wirkt sich beruhigend auf das Baby aus. 

Auch eine geeignete Tragehilfe kann ein gefühlter Lebensretter sein. Während Sie Ihren Arbeiten und eigenen Bedürfnissen nachkommen, kann das kleine Kind alles beobachten. Dadurch ist es abgelenkt, gleichzeitig aber immer in engem Kontakt mit Ihnen. Beides wirkt sich beruhigend aus. 

Einige Kinder aber haben in dieser Zeit auch einfach das Bedürfnis nach vermehrter Ruhe. Schliesslich ist der Körper gerade sehr gefordert und macht sozusagen gerade Überstunden. Wenn Sie denken, dass Ihr Kind eher überreizt ist, geben Sie ihm eine Rückzugsmöglichkeit. Einen Ort ohne viele Sinnesreize. Auch dies kann mehr Frieden in den Alltag bringen. 

Homöopathie beim Zahnen

Bei sehr starken und hartnäckigen Zahnungsbeschwerden, welche sich durch solche einfache Massnahmen nicht beruhigen lassen, empfiehlt sich, nebst einer möglichen akuten, vor allem auch eine chronische klassische Homöopathische Behandlung. Eine akute Behandlung (mit einem gut ausgewählten homöopathischen Mittel) kann Zahnbeschwerden für den Moment lindern, eine chronische Behandlung ausserdem dem Weg in eine gesunde, vitale Weiterentwicklung ebnen.